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Vor ca. 65 Jahren haben es sich die Schwestern des Ordens "vom armen Kinde Jesu" zur Aufgabe gemacht, die Not der Einheimischen zu lindern. 1939 gründeten sie ihr erstes Haus. Inzwischen sind die Stationen der Hilfe auf 7 Häuser angewachsen. Da die meisten Familien kaum das Nötigste zum leben haben, helfen die Schwestern, indem sie den Kindern helfen. Drei der sieben Häuser der Schwestern befinden sich in den Slums von Bogota. Eines davon, nämlich Monterredondo, ca. 60 km von der Hauptstadt entfernt.
50 Schwestern, darunter inzwischen viele Einheimische, betreuen zurzeit etwa 3.500 - 4.000 Kinder, größtenteils Mädchen. Sie er möglichen diesen eine elementare Schulbildung. Schulpflicht besteht zwar im Lande, der Staat kümmert sich aber nicht genügend um deren Einhaltung, so dass insbesondere die Kinder aus den Armenvierteln keine schulische Ausbildung erhalten. In einigen Häusern haben die Schwestern die Ausbildung bereits so weit ausgebaut, dass die Kinder bis zur Hochschulreife - vergleichbar mit unserem Abitur - geführt werden können.
Daneben unterhalten sie Kindergärten vorwiegend für Kinder, deren Eltern arbeiten bzw. betteln müssen, damit sie die Familie halbwegs ernähren können. Über die Hälfte dieser Kinder kennen ihren Vater nicht. Häufig sind die Kinder unterernährt und brauchen viel Zuwendung. Ein Teil der Kinder wird zusätzlich in den Internaten untergebracht. Für die meisten ist der Aufenthalt bzw. der Schulbesuch kostenlos. Sehr viele Schulkinder werden wenigstens einmal täglich verköstigt. Ein Teil der Lehrer, Schulräume, Unterrichtsmittel und Verköstigung müssen von den Schwestern über Spenden finanziert werden.
Viele dieser Kinder, die aus so armen Verhältnissen kommen, wie wir es uns kaum vorstellen können, sehen erstmals im Leben elektrisches Licht, haben erstmals ein Bett, einen Schrank, in dem Kleidungsstücke hängen - nicht viel mehr als sie gerade zum Anziehen brauchen -, oder lernen den Umgang mit einem Stück Seife oder einer Zahnbürste kennen.
Neben der erzieherischen Arbeit leisten die Schwestern ein großes Pensum im Dienste des Gesundheitswesens und der Krankenpflege. Wir wissen, dass die Schwester Johann Baptist, (Doctora) sonn- und werktags nahezu 12 Stunden im Sprechzimmer verbringt oder mit dem Jeep weite Strecken auf denkbar schlechten Wegen zurücklegt, um Kranken zu helfen und sie mit gespendeten Medikamenten zu versorgen. Diese zu kaufen, ist für die Armen im Lande unmöglich. Außerdem finanzieren die Schwestern in einigen Häusern Sprechstunden für Bedürftige.
Damit die einzelnen Häuser ausreichend mit Lebensmitteln versorgt und die Kinder ernährt werden können, betreiben die Schwestern mittlerweile in einigen Häusern eigene Landwirtschaft.
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