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Aktuelles über Land und Leute

Kolumbien

Um mehr über Kolumbien zu erfahren, möchte die Aktion Monte Redondo mit kleinen Artikeln über das Land und die Situation der Menschen dort berichten. Dabei soll es nicht nur um das Elend in den Slums und die Schuleinrichtungen unserer Schwestern vom Armen Kinde Jesu gehen. Auch Hoffnung und Erfolge im Kampf gegen die organisierte Gewalt sollen hier Platz finden.

Der nachfolgende Bericht erinnert an die Schilderungen von Schwester... bei ihrem Gottesdienstbesuch in St. Elisabeth in 2009. Deshalb soll mit ihm begonnen werden.

Kolumbiens Bürgerkrieg und die Landflucht

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete in ihrem Artikel in 2008 von dem grundlegenden Problem Kolumbiens, welches nach wie vor aktuell ist. So stellte die SZ damals fest, dass sich Kolumbien seit vier Jahrzehnten im Krieg befindet. Linke Guerillas (Farc) und rechtsextreme Paramilitärs (AUC) bekämpfen sich gegenseitig und den Staat. Unbeteiligte geraten zwischen die Fronten und Unbeteiligt ist vorwiegend die Bevölkerung.

So treibt dieser Bürgerkrieg Millionen Landbewohner in die Städte, wo sie elend und ohne Perspektive hausen. Täglich erreichten damals knapp 100 Flüchtlinge, 235.000 in 6 Jahren, die Hauptstadt Bogota, wo sie in Elendsquartieren unterkamen. Dieser Flüchtlingszustrom ist nach wie vor nicht gestoppt. Von den 45 Millionen Einwohner Kolumbiens sind schätzungsweise 3,7 Millionen auf der Flucht.

Die SZ schrieb damals über eine mit 3 Kindern aus dem Tiefland geflüchtete Familie. In der Heimat dieser Familie, einem Zentrum der Schlacht, schossen Rebellen und Todesschwadronen bombten und verschleppten. Alles dreht sich um Drogen und Land. Auch Soldaten terrorisierten die Zivilisten. Der Schwager dieser Familie wurde ermordet, die Verwandtschaft erhielt Drohungen.

Überall vermuteten die bewaffneten Gruppen Kollaborateure des Feindes. So verließ auch diese Familie ihre kleine Finca und den Kiosk. Aber auch in ihrem Zufluchtsort, dem Moloch von Großstadt, sind Paramilitärs und Farc Guerilleros vertreten. Kein Job, keine Ausbildung, keine Schulbildung für die Kinder.

Die Slums wachsen weiter. In diesen Gebieten versuchen unsere Schwestern vom Armen Kinde Jesus mit ihren Schuleinrichtungen den Menschen eine Perspektive zu bieten.

Artikel hierzu unter www.sueddeutsche.de
Überleben, irgendwie vom 28.03.2008.

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